Nach AHAs und BHAs erobert eine dritte Familie von Säuren den Markt: PHAs, oder Polyhydroxysäuren. Ihr Versprechen? Die Haut sanft zu erneuern, selbst wenn sie empfindlich ist. Eine Analyse.
Was sind PHAs?
PHAs sind erneuernde Säuren, Verwandte der AHAs (wie Glykolsäure oder Milchsäure). Die bekanntesten sind Gluconolacton und Lactobionsäure.
Ihre Besonderheit liegt in der Größe ihrer Moleküle, die größer sind als die klassischer AHAs: Sie wirken daher mehr an der Oberfläche und schrittweiser. Das erklärt ihren Ruf der Sanftheit.
PHAs, oder Polyhydroxysäuren, bilden die dritte Familie der Fruchtsäuren nach AHAs und BHAs. Ihre Besonderheit ist die Größe: Ihr Molekül ist deutlich größer, dringt also langsamer und weniger tief ein.
Diese Langsamkeit macht sie gerade für empfindliche Haut geeignet. Sie lösen abgestorbene Zellen ab und unterstützen die Zellerneuerung mit einem geringeren Irritationsrisiko, jedoch mit einer progressiveren Wirkung. Zudem wird ihnen eine antioxidative Eigenschaft zugeschrieben, die AHAs nicht haben.
Was PHAs der Haut bringen
- Ein glatteres Hautbild und ein frischerer Teint, ohne plötzliche Reaktionen.
- Ein feuchtigkeitsspendender Effekt: Bestimmte PHAs helfen der Haut auch, Wasser zu speichern.
- Eine geschätzte Verträglichkeit für Hauttypen, die intensivere Peelings nicht vertragen.
Wie alle erneuernden Wirkstoffe beeinflussen PHAs das Aussehen und die Geschmeidigkeit der Haut. Es handelt sich um kosmetische Wirkstoffe, nicht um Behandlungen.
PHA oder AHA: Was wählen?
| AHA (Glykolsäure, Milchsäure) | PHA | |
|---|---|---|
| Molekül | Kleiner | Größer |
| Wirkung | „Eindringlicher“ | Mehr an der Oberfläche, sanfter |
| Ideal für | Gewohnte Haut | Empfindliche Haut oder Anfänger |
👉 Um PHAs im Gesamtkontext zu verorten, siehe unseren Leitfaden Exfoliation und das Informationsblatt Milchsäure.
Für welchen Hauttyp?
PHAs sind oft der erste Schritt zur chemischen Exfoliation für:
- empfindliche oder reaktive Haut,
- Haut, die ein AHA/BHA schlecht vertragen hat,
- Haut, die den Glanz wiederbeleben möchte, ohne das Risiko von Unbehagen.
Wie integrieren?
- Abends, auf die gereinigte Haut, beginnend 2 Mal pro Woche.
- Anschließend befeuchten, um den Komfort zu erhöhen.
- Sonnenschutz morgens, wie bei allen erneuernden Säuren.
Ein mit PHAs formuliertes Serum oder eine Creme wird abends, zwei- bis dreimal pro Woche, zur Anwendung gebracht. Bei einer Pflegeroutine, die bereits Wirkstoffe enthält, ersetzt man eher, anstatt hinzuzufügen: AHA, BHA und PHA zu kumulieren, bedeutet eine dreifache Beanspruchung.
Bei Pigmentflecken bleibt der Effekt indirekt und langsam, wie bei jeder chemischen Exfoliation. Im Anti-Aging-Bereich verbessern diese Inhaltsstoffe die Hautbildregelmäßigkeit mehr, als sie in die Tiefe wirken – und das ist bereits das, was am schnellsten sichtbar wird.
Der Nopal Life Ansatz

Sanftheit ist bei uns keine Option, sondern ein Prinzip. PHAs verkörpern diese Idee gut: Erneuern ohne zu irritieren. Sie lassen sich natürlich mit beruhigenden und nährenden Pflegeprodukten wie dem Kaktusfeigenöl kombinieren.
Häufig gestellte Fragen
Sind PHAs wirklich für empfindliche Haut geeignet? Das ist genau ihre Stärke: eine oberflächlichere und progressive Wirkung, die oft besser vertragen wird.
Kann man sie täglich verwenden? Je nach Verträglichkeit, ja für bestimmte Hauttypen – aber man beginnt immer schrittweise.
PHA und Retinal zusammen? Man führt sie separat ein und hört dann auf seine Haut, bevor man sie kombiniert.
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