Exfolieren hilft, abgestorbene Zellen zu entfernen, die sich an der Oberfläche ansammeln und den Teint stumpf erscheinen lassen. Drei Hauptgruppen teilen sich diese Aufgabe: AHAs, wasserlöslich, die an der Oberfläche für mehr Ausstrahlung sorgen; BHAs, fettlöslich, eher für fettige Haut und Poren geeignet; und Enzyme (mit PHAs), der sanfteste Weg für empfindliche Haut. Der richtige Ansatz ist nicht, mehr zu peelen, sondern genau richtig zu peelen: die richtige Formel, in der richtigen Häufigkeit, mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen.
Ein fahler Teint ist oft auf eine verlangsamte Zellerneuerung an der Oberfläche zurückzuführen: Abgestorbene Zellen bleiben haften und die Haut reflektiert Licht schlechter. Eine gut dosierte Exfoliation hilft, das Hautbild zu glätten und die Leuchtkraft wiederzubeleben. Dabei ist es wichtig, die richtige Art des Peelings für den eigenen Hauttyp zu wählen und zu verstehen, was die einzelnen Familien unterscheidet.
AHA: Peeling für Oberflächenglanz
AHAs (Alpha-Hydroxysäuren), wie Milchsäure oder Glykolsäure, sind wasserlöslich: Sie wirken an der Hautoberfläche, um abgestorbene Zellen zu lösen, das Hautbild zu glätten und die Leuchtkraft wiederzubeleben. Glykolsäure hat das kleinste Molekül in dieser Familie, was ihre Penetration erleichtert; Milchsäure ist sanfter, ist auch Teil des natürlichen Feuchtigkeitsfaktors der Haut und bietet eine wertvolle feuchtigkeitsspendende Wirkung.
AHAs eignen sich besonders für normale bis trockene Haut, fahle Teints und Unebenheiten im Hautbild. Unser Peeling AHA 10% mit Milchsäure und Hyaluronsäure veranschaulicht dieses Gleichgewicht: eine sanfte Peelingwirkung kombiniert mit Feuchtigkeit, um den Hautkomfort zu erhalten.
BHA: für fettige Haut und Poren
BHAs (Beta-Hydroxysäuren), deren wichtigste die Salicylsäure ist, sind fettlöslich. Diese Besonderheit ermöglicht es ihnen, in die Poren einzudringen, um überschüssigen Talg zu entfernen. Sie eignen sich eher für fettige, Mischhaut oder zu Unreinheiten neigende Haut sowie für Haut mit unregelmäßigem Hautbild.
Während AHAs hauptsächlich an der Oberfläche wirken, wirken BHAs auch im Inneren der Poren, was sie zu einem Verbündeten bei verstopften Poren macht.
PHA und Enzyme: Sanftheit für empfindliche Haut
PHAs (Polyhydroxysäuren) ähneln AHAs, aber ihre größeren Moleküle dringen weniger tief ein: Sie peelen die Oberfläche und begrenzen gleichzeitig das Reizungsrisiko. Es sind die sanftesten chemischen Peelings, die für empfindliche, trockene oder zu Rötungen neigende Haut empfohlen werden.
Enzymatische Peelings, oft aus Früchten gewonnen, wirken, indem sie die Verbindungen zwischen abgestorbenen Zellen sanft aufbrechen, ohne ausgeprägte Säure. Dies ist der schonendste Weg, besonders geschätzt, wenn die Haut Säuren schlecht verträgt.
Wie oft peelen?
Die Häufigkeit hängt von der Art des Peelings und der Hautverträglichkeit ab. In der Regel peelt man nicht öfter als zwei- bis dreimal pro Woche, und ein- bis zweimal für empfindliche Haut:
- AHA: Beginnen Sie einmal pro Woche, dann bis zu zwei- oder dreimal, wenn die Haut es perfekt verträgt.
- BHA: zwei- bis dreimal pro Woche, abends, je nach Talgproduktion anpassen.
- PHA / Enzyme: zwei- bis dreimal pro Woche, manchmal öfter, wenn sich die Haut wohlfühlt.
Die klassische Falle: alles gleichzeitig auf ungewohnte Haut auftragen, was Rötungen, Spannungsgefühle und erhöhte Empfindlichkeit verursacht. Es ist besser, die Anwendung schrittweise zu steigern. (Lesen Sie: Wie erkennt man fahle Haut?)
Chemische oder mechanische Exfoliation?
Chemische (AHA, BHA, PHA) und enzymatische Peelings wirken durch Auflösen der Verbindungen zwischen abgestorbenen Zellen: Ihre Wirkung ist im Allgemeinen gleichmäßiger und kontrollierter als die von Körnerpeelings. Letztere, mechanisch, können empfindliche Haut mikrokratzen, wenn sie zu energisch verwendet werden. Für einen fahlen und empfindlichen Teint ist der sanfte chemische oder enzymatische Weg oft vorzuziehen.
Vorsichtsmaßnahmen, die nicht zu vernachlässigen sind
Das Hauptrisiko besteht darin, die Haut über ihre Anpassungsfähigkeit hinaus zu belasten: geschwächte Hautbarriere, Unbehagen, Rötungen, sogar ein Rebound-Effekt (mehr Empfindlichkeit, mehr Trockenheit). Einige einfache Regeln:
- Führen Sie jeweils nur ein Peeling ein und erhöhen Sie die Häufigkeit schrittweise.
- Hydrieren Sie gut nach dem Peeling, um den Hautkomfort zu unterstützen.
- Tragen Sie jeden Morgen Sonnenschutz auf: gepeelte Haut ist anfälliger für UV-Strahlung. (Lesen Sie: Flecken und Hautglanz: der Leitfaden für strahlende Haut)
- Bei anhaltender Hyperpigmentierung oder Melasma suchen Sie einen Dermatologen auf.
Um die für Ihre Haut und Empfindlichkeit am besten geeignete Art der Exfoliation zu ermitteln, führt Sie die Skin Intelligence Diagnose zu den relevantesten Maßnahmen.
FAQ
AHA oder BHA: Was soll man wählen?
AHAs eignen sich hauptsächlich für normale bis trockene Haut und fahle Teints; BHAs für fettige, Mischhaut oder zu Unreinheiten neigende Haut. Empfindliche Haut sollte eher zu PHAs oder Enzymen greifen.
Kann man täglich peelen?
Nein. Ein tägliches Peeling kann die Hautbarriere schwächen. Zwei- bis dreimal pro Woche maximal, je nach Verträglichkeit, reicht völlig aus.
Sind PHAs wirklich für empfindliche Haut geeignet?
Ja, das ist ihr Hauptvorteil: Ihr größeres Molekül dringt weniger tief ein, was sie zur sanftesten Option unter den chemischen Peelings macht.
Ist Sonnenschutz nach dem Peeling notwendig?
Ja, das ist unerlässlich. Frisch gepeelte Haut ist empfindlicher gegenüber UV-Strahlung; ein täglicher Sonnenschutz hilft, das Auftreten von Flecken zu verhindern.
Verschwinden Flecken durch Peeling?
Nein. Es kann das Erscheinungsbild des Teints und die Leuchtkraft verbessern, aber eine etablierte Hyperpigmentierung erfordert eine dermatologische Meinung.
Zusammenfassend
Richtig peelen bedeutet, die für die eigene Haut geeignete Familie zu wählen – AHA für Oberflächenglanz, BHA für fettige Haut, PHA und Enzyme für Sanftheit –, die Häufigkeit anzupassen und die Haut stets vor der Sonne zu schützen. Es ist dieses Maß, das das Peeling in eine echte Schönheitsgeste verwandelt.
Um herauszufinden, welches Peeling zu Ihrer Haut passt, machen Sie die Skin Intelligence Diagnose.
Quellen: Paula's Choice, CeraVe, NIVEA, Dot & Key. Informativer Artikel, ohne medizinische Relevanz.
Die bereitgestellten Informationen dienen kosmetischen und edukativen Zwecken; sie stellen keine medizinische Beratung dar.
Unsere Anti-Aging-Pflege



