Zwei entgegengesetzte Arten, den gleichen Mangel zu behandeln. Hanföl liefert Lipide von außen; Ceramide stellen die Lipide wieder her, die die Haut selbst produziert. Das Verständnis dieses Unterschieds hilft, eine zufällige Wahl zu vermeiden.
Der interzelluläre Zement
Die oberflächliche Hautschicht funktioniert wie eine Mauer: gestapelte Zellen, und dazwischen ein lipidhaltiger Zement. Dieser Zement besteht zur Hälfte aus Ceramiden, der Rest ist Cholesterin und freie Fettsäuren.
Wenn dieser Zement abgebaut wird, entweicht Wasser und Aggressoren dringen ein. Das ist der Mechanismus trockener und unangenehmer Haut, und er lässt sich nicht beheben, indem man einfach irgendein Fett auf die Oberfläche aufträgt.
Was Hanföl bewirkt
Es hat ein Omega-6- zu Omega-3-Verhältnis von etwa drei zu eins, mit einem bemerkenswerten Anteil an Gamma-Linolensäure. Diese essentiellen Fettsäuren werden vom Körper nicht selbst hergestellt, und die Haut verwendet sie bei der Synthese ihres eigenen Zements.
Pflanzliches Hanföl arbeitet also im Vorfeld: Es liefert den Rohstoff. Seine Wirkung ist langsam, sie misst sich über mehrere Wochen und betrifft das allgemeine Wohlbefinden eher als einen bestimmten Bereich.
Was Ceramide bewirken
Sie liefern direkt das fertige Produkt. Auf die Oberfläche aufgetragen, fügen sie sich in die durch den abgebauten Zement frei gewordenen Zwischenräume ein und stellen die Barrierefunktion wieder her, ohne dass die Haut etwas produzieren muss.
Das Ergebnis ist innerhalb weniger Tage spürbar, während Öl Wochen benötigt. Dieser Rhythmusunterschied macht die beiden komplementär: Der eine repariert schnell, der andere pflegt.
Zusammen anwenden
Zuerst die Ceramidcreme auf die gereinigte Haut. Dann zwei Tropfen Hanföl als letzte Schicht. Diese Reihenfolge entspricht der allgemeinen Regel – von der flüssigeren zur fetteren Textur – und lässt den Ceramiden den direkten Kontakt mit der Oberfläche.
Eine Anwendung pro Tag genügt, vorzugsweise abends. Bei sehr trockener Haut oder im Winter sorgt zweimalige Anwendung für zusätzlichen Komfort ohne Überlastungsrisiko, da diese beiden Inhaltsstoffe zu den am besten verträglichen gehören.
Bei Rötungen und Irritationen
Eine wiederhergestellte Barriere hält Kälte, Wind und Produkten besser stand. Unbehaglichkeitsrötungen – solche, die nach einer heißen Dusche oder einer zu intensiven Reinigung auftreten – nehmen innerhalb weniger Wochen ab.
Bei dauerhaften Rötungen, die ohne Auslöser vorhanden sind, helfen diese Pflegeprodukte nicht. Dann ist es an der Zeit, den Rat eines Gesundheitsexperten einzuholen, anstatt das Produkt wieder einmal zu wechseln.
Im Katalog
Unsere reparierende Nachtcreme mit pflanzlichen Ceramiden enthält den Ceramid-Teil dieser Kombination, und das Hanföl-Blatt detailliert die verfügbaren Formen des anderen. Die Seite Ceramide geht auf die Struktur der Barriere ein.
Unsere Anti-Aging-Pflege

