Das eine ist aus Wasser, das andere aus Wachs: Ihr Gegensatz ist total, und genau das macht sie komplementär. Aloe-Vera-Gel spendet Wasser und beruhigt. Das Jojobaöl, das dem menschlichen Talg sehr ähnlich ist, speichert dieses Wasser und macht die Haut weich. Übereinander aufgetragen, decken sie die meisten Bedürfnisse einer normalen bis Mischhaut ab.
Zwei gegensätzliche Naturen
| Kriterium | Aloe Vera | Jojobaöl |
|---|---|---|
| Natur | wässriges Gel | flüssiges Wachs |
| Zusammensetzung | 98 % Wasser, Polysaccharide | talgähnliche Ester |
| Rolle | beruhigt, spendet Feuchtigkeit | speichert, macht weich |
| Platz | Beginn der Routine | letzter Schritt |
| Auf den Haaren | Kopfhaut, Styling-Gel | Längen und Spitzen |
| Haltbarkeit | fragil, kühl lagern | sehr stabil |
Was Aloe-Vera-Gel bewirken kann
Es beruhigt, erfrischt und hinterlässt die Haut feucht – drei reale und kurzlebige Effekte. Seine Polysaccharide bilden einen leichten Film, der die Verdunstung leicht verlangsamt, aber nicht stoppt.
Seine Vitamine und Mineralien sind in zu geringer Menge vorhanden, um eine messbare Wirkung zu erwarten. Aloe-Vera-Gel ist eine Komfortpflege, kein Korrekturmittel.
Was Jojobaöl bewirken kann
Seine Ähnlichkeit mit Talg ermöglicht es ihm, schnell einzuziehen und keinen Film zu hinterlassen. Es ist für Mischhaut und unreine Haut geeignet, die oft fettige Substanzen ablehnt.
Sein Gehalt an essentiellen Fettsäuren ist gering: Es schützt mehr als es nährt. Seine Stabilität hingegen ist außergewöhnlich – es wird praktisch nicht ranzig.
Welches man wählen sollte
Erhitzte, gerötete Haut nach dem Sonnenbad: Aloe-Vera-Gel, für seine sofortige Beruhigung.
Haut, die trotz wässriger Pflege spannt: Jojobaöl, das das Problem der Feuchtigkeitsspeicherung löst.
Fettige oder Mischhaut: Beide, übereinander aufgetragen. Das ist das leichteste Duo, das man zusammenstellen kann.
Übereinander auftragen, die beste Anwendung
1. Sanfte Reinigung.
2. Eine dünne Schicht Aloe-Vera-Gel zur Oberflächenhydratation.
3. Zwei bis drei Tropfen Jojobaöl darüber.
Das zweite versiegelt das Wasser, das durch das erste zugeführt wurde. Ohne diesen letzten Schritt hält das Gel allein nicht länger als eine halbe Stunde auf spannender Haut.
Auf den Haaren: zwei unterschiedliche Anwendungen
Aloe-Vera-Gel wird auf der Kopfhaut angewendet, die es beruhigt, und als leichtes Styling-Gel für Locken. Es fettet nicht und lässt sich leicht ausspülen.
Das pflanzliche Jojobaöl wirkt hingegen auf Längen und Spitzen. Seine Ähnlichkeit mit Talg ermöglicht es ihm zudem, bis zu den Wurzeln aufgetragen zu werden, was bei den meisten anderen Ölen nicht empfohlen wird.
Als Maske vor dem Shampoo kann man sie kombinieren: das Gel auf der Kopfhaut, das Öl auf den Längen.
Die Frage der Konservierung
Dies ist der Punkt, der sie am konkretesten trennt. Ein Aloe-Vera-Gel ist eine wässrige Phase: Es kann kontaminiert werden, muss Konservierungsstoffe enthalten und sollte nach dem Öffnen kühl gelagert werden.
Jojobaöl ist jahrelang ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen haltbar. Eine große Packung stellt daher kein Problem dar, was bei Gel nicht der Fall ist.
Ein Sicherheitshinweis zu Aloe
Die äußere Schicht des Blattes enthält Aloin, eine reizende Verbindung, die in kosmetischen Gels entfernt wird. Ein Blatt zu Hause abzuschneiden und direkt aufzutragen, setzt dieser Substanz aus.
Bevorzugen Sie ein formuliertes Produkt, bei dem Saft oder Gel an erster Stelle der Inhaltsstoffe stehen, anstatt Wasser gefolgt von einem rekonstituierten Pulver.
Was Sie wissen sollten
Diese Pflegeprodukte sind kosmetisch: Sie wirken auf Komfort und Aussehen, ohne Leiden zu behandeln. Eine Reizung, die länger als ein paar Tage anhält, rechtfertigt es, die Anwendung abzubrechen und einen Arzt zu konsultieren.
Was der Finish ändert
Jojoba hinterlässt ein seidiges Finish, das manche Mischhäute unter dem Make-up als schwer empfinden. Wenn die Morgenroutine leicht bleiben soll, erfüllt eine Aloe-Vera-Tagescreme dieselbe feuchtigkeitsspendende Rolle mit einem matten Ergebnis.
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